Player One Apollo 428M MAX SW-Astrokamera für Sonne, aber auch Deep-Sky
Die Apollo 428M MAX Kamera ist eine Kamera speziell für Sonnenaufnahmen. Sie verwendet einen monochromen Sony IMX428 Sensor im 1,1" Format. Die Pixelgröße von 4,5 µm ermöglicht eine Full-Well-Kapazität von 25,3 ke. Die Auflösung beträgt 3216 x 2208 (7,1 MP) und die Diagonale 17,5 mm.
SonnenfotografieDie Player One Apollo 428M MAX speziell für die Fotografie der Sonne geeignet, sowohl im Weißlicht als auch in H-alpha. Ein großer Vorteil bei letzterem ist, daß der IMX428 Sensor nicht das problematische "Banding" hat, wie es im sechsten Bild gezeigt wird. Gegen die Newton-Ringe bei Sonnenfotografie hilft das Sensor-Tilting, welches die Kamera ebenso bietet. Im Gegensatz zur ähnlich großen Player One Apollo-M MAX mit ihrem Sony IMX432 Sensor sind die Pixel wesentlich kleiner und erlauben somit eine höhere Detailauflösung. 2x2-Binning erhöht die Full-Well-Kapazität, was den Dynamikbereich vergrößert.
Deep-Sky-AstrofotografieDer große Sensor mit 17,5 mm Diagonale macht die Kamera interessant für die Fotografie von Nebelobjekten, Sternhaufen und Galaxien. Der Sony-Sensor ist sehr empfindlich, so daß Sie in wenigen Minuten bereits lichtschwache Objekte gut abbilden können. Die gegenüber der Player One Apollo-M MAX geringere Empfindlichkeit durch die kleineren Pixel lässt sich durch 2x2-Binning ausgleichen. Ein HCG-Modus verringert das Ausleserauschen und erhöht den Dynamikbereich bei erhöhtem Gain.
Einsatz als AutoguiderDie Player One Apollo 428M MAX ist mit nur 160 Gramm ein Leichtgewicht. Sie belastet den Okularauszug kaum. Die Kamera bietet natürlich die ST-4-Autoguidingschnittstelle. Ein 2 Meter langes Autoguidingkabel ist ebenfalls im Lieferumfang enthalten.
Anti-Reflex-Klarglasfilter schützt den Sensor vor StaubDer Klarglasfilter verhindert das Eindringen von Staub zum Sensor. Er lässt auch UV und Infrarot durch, so daß Sie auch Infrarotfotografie mit der Kamera betreiben können. Sie haben mit der richtigen Auswahl an Kontrastfiltern, Nebelfiltern oder UV/IR-Sperrfiltern die volle Kontrolle, welches Licht auf den Sensor fällt.
DPS-Technologie gegen "Hot und Dead Pixel"Die DPS (Dead Pixel Suppression) analysiert Dark-Aufnahmen und selektiert die Störpixel. Bei den Aufnahmen (Light) werden diese Störpixel überschrieben und tauchen dann nicht mehr auf. Das Bild wird glatter. Die Technologie wirkt ähnlich wie ein Darkframe.
Luftkühlung - reduziert die SensortemperaturWährend der Aufnahmen erwärmt sich der Sensor. Durch das PCS (Passive Cooling System) wird die Wärme vom Sensor über ein Wärmeleitpad abgleitet. Die Sensortemperatur wird so um bis zu 15 °C gegenüber Kameras ohne PCS reduziert.
Optional: ACS (Active Cooling System)ACS ist ein externes Luftkühlsystem, das für Solar- und großformatige Planetenkameras entwickelt wurde, die bereits über ein PCS (Passive Cooling System) verfügen. ACS ermöglicht eine deutlich bessere Temperaturregelung. Wenn die Kamera mit PCS und ACS ausgestattet ist, liegt die Temperatur nur 7 °C über der Umgebungstemperatur; das Kameragehäuse ist zwar etwas warm, wird aber nicht heiß! ACS kann nicht nur bei Tageslicht für die Sonnenfotografie eingesetzt werden, sondern auch nachts für die DSO-Lucky-Imaging-Technik.
AnleitungDer Hersteller hält eine englische Anleitung als PDF bereit, Sie können sie
hier herunterladen.
Treiber und SoftwareAuf der
Software-Seite des Herstellers (in englischer Sprache) finden sich verschiedene Treiber sowie Links zu passender Aufnahme- und Bearbeitungssoftware.