TS 130-mm-f/5-Flatfield-Apo für die Astrofotografie
Dieser farbreine Apochromat bietet eine chromatisch sehr gut korrigierte Optik und eine bestmögliche Feldkorrektur. Das Objektiv ist ohne Kompromisse auf eine sehr gute Farbkorrektur optimiert. Auch die Sphäre ist sehr gut. Der Ronchitest offenbart nahezu gerade Linien, auch in Autokollimation. Damit ist der Apo für die Beobachtung bis in den höchsten Vergrößerungsbereich von etwa 550-fach ausgelegt.
Für die Astrofotografie wurde ein Vollformatkorrektor extra für dieses Objektiv entwickelt. Der 2-Element-Korrektor mit einem ED-Element bietet eine sehr gute Abbildungsqualität im gesamten Feld. Selbst bei hoch auflösenden Vollformatsensoren, wie z. B. bei der ASI6200-Kamera von ZWO, werden die Sterne am Rand punktförmig bleiben. Der Korrektor ist fix im Tubus mit definiertem Abstand zum Objektiv verbaut.
Die Idee hinter dem TSAPO130FLAT:Bis jetzt hat man mit Flatfieldoptiken immer einen Kompromiss eingehen müssen, man opfert etwas Schärfe auf der Achse zugunsten einer guten Feldschärfe. Oder man nimmt einen "allgemeinen Korrektor" und versucht, mit der Adaption von Abständen eine möglichst gute Feldkorrektur zu erreichen. Das Ergebnis ist ein Kompromiss, meist ein guter, aber ein Kompromiss.
Das Konzept hinter diesem Apo vermeidet den Kompromiss, denn das 130-mm-Objektiv ist optimiert für höchste Schärfe auf der Achse. Und der Korrektor ist optimiert nur auf dieses Objektiv. Er ist im fixen Abstand zum Objektiv im Tubus verbaut. Sobald man die Schärfe eingestellt hat, ist man automatisch im optimalen Abstand.
Der 3,2"-Okularauszug:Der Okularauszug ist eine völlige Neuentwicklung mit Untersetzung und verstärkter Lagerung für schweres Zubehör. Selbst bei maximaler Beladung erfolgt keine Durchbiegung. Nur so können punktförmige Sterne bis in die Ecken garantiert werden. Der Auszug ist mit allen gängigen Motorfokus-Systemen wie z. B. EAF von ZWO oder Pegasus FocusCube kompatibel. Darüber hinaus bietet der Auszug eine 360°-Rotationsmöglichkeit und die Möglichkeit, die Kamera zu tilten.
Der Arbeitsabstand des Apos:Der Apo ist für die Fotografie optimiert. Der Abstand zur Fokusebene ist:
67 mm ab dem M48-Außengewinde - bei Standardadaptionen (55 mm) muß der Auszug also 12 mm rausgedreht werden 74 mm ab dem M54x0,75-Außengewinde 81 mm ab dem M68x1-Innengewinde am RotatorVisuelle Beobachtung mit dem Apo:Bei eingebautem Korrektor ist nur die Beobachtung mit 1,25"-Zubehör möglich. Wir empfehlen den Adapter TSM68-2 (Adapter von M68 auf 2") und eine Reduzierung von 2" auf 1,25". Damit kommt man mit 1,25"-Zenitspiegeln und -prismen mit allen gängigen Okularen in den Fokus.
So übergeben wir den Apo dem Sternfreund:Jeder einzelne Apo wird vor dem Einlagern in unserer Technik überprüft, um eine gleichbleibend hohe Produktqualität zu garantieren.
Die Mechanik wird getestet, der Okularauszug wird optimal eingestellt. Das Objektiv wird kosmetisch überprüft und gereinigt. Zudem wird überprüft, ob alle Konterschrauben korrekt angezogen sind. Oft lockern sich diese beim Transport. Die Optik wird kollimiert und das Ergebnis wird auf der optischen Bank überprüft. Das Teleskop bekommt eine Seriennummer. Es wird ein kompletter Optiktest erstellt, der dem Teleskop beiliegt (Sternaufnahmen und Ronchiaufnahme auf der optischen Bank in Autokollimation) Erst danach werden die Teleskope dem Lager übergeben und für den Versand vorbereitet.Technische Informationen:Teleskop-Service hat viele hilfreiche Informationen zu Refraktoren gesammelt und in deutscher Sprache als PDF-Datei zur Verfügung gestellt:
refraktoren.pdf