Hersteller: Astronomik Filter
Art.Nr.: 8h00it

EUR 89,00


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Der IR-Blockfilter ist ein Standardfilter für die Aufnahme von Mond und Planeten mit Webcams.

Dieser Filter ist für die IR-Blockung vorgesehen. Für Kameras, die über keine nennenswerte UV-Empfindlichkeit verfügen, ist dies der optimale Filter. In erster Linie sind das Webcams, Industriekameras (Mintron, DMK ohne IR-Filter) und die LPI oder DSI von Meade.

Mit einer IR-Blockung beugt man einem unscharfen Geisterbild vor. Da optische Systeme mit mindestens einer Linse in der Regel nur für das sichtbare Spektrum korrigiert sind, ergeben sich unterschiedliche Brennpunkte für das sichtbare und das infrarote Licht, wodurch es zu einem unscharfen Geisterbild zusätzlich zu dem eigentlichen Bild kommt. Die meisten Webcams sind auch im IR empfindlich, also muss man ihnen an dieser Stelle das unscharfe Bild durch einfache Blockung vorenthalten.

Wenn Sie die Transmissionskurven entsprechender Filter einiger Mitbewerber vergleichen, werden Sie feststellen, dass andere Filterhersteller einen Filter mit ähnlicher Blockung bereits als IR-UV-Filter bezeichnen. Wir hingegen bieten den IR-Filter als Bindeglied zwischen MC- und UV-IR-Filter an.

Wirkungsweise:

Die Aufgabe des IR-Blockfilters besteht darin, die Kameras ohne eingebauten Filter auf die spektrale Empfindlichkeit des Auges anzupassen. Ein solches Vorgehen ist notwendig, da die meisten optischen Linsensysteme für den Bereich 400 bis 700 nm korrigiert sind, was dem menschlichen Sehen entspricht. Kameras verfügen - je nach Fabrikat - über Empfindlichkeiten zwischen 380 und 1000 nm, machen somit auch die nicht korrigierten Bereiche in Linsensystemen sichtbar. Ebenfalls bietet sich der IR-Filter als Schutz gegen Staubpartikel und Schwebeteilchen an - wie das MC-Klarglas - da beide das sichtbare Spektrum in keiner Weise beschneiden.

Tips und weitere Verwendungshinweise:
Als Staubschutz z. B. von Schmidt-Cassegrains, Schmidt-Newtons, Maksutovs oder digitalen Spiegelreflexkameras.


Alternativen:
UV-IR-Filter: bei Aufnahmen mit hochwertigen, UV-empfindlichen CCD- und CMOS-Kameras.
MC-Klarglas, wenn nur Staubschutz benötigt wird
Wenn Sie Farbaufnahmen an lichtverschmutzten Orten machen, sollten Sie darüber nachdenken, stattdessen den CLS-CCD-Filter für die Luminanzdaten zu verwenden!


Eignung des Filters:
Visuelle Beobachtung (Land): Bedingt geeignet, nur als Staubschutz
Visuelle Beobachtung (Stadt): Bedingt geeignet, nur als Staubschutz

Konventioneller Film: Bedingt geeignet, nur als Staubschutz
CCD- und CMOS-Astrofotografie: Sehr gut, bei Nutzung von Optik, die brechende optische Elemente enthält
DSLR-Astrofotografie (unmodifiziert): Bedingt geeignet, nur als Staubschutz
DSLR-Astrofotografie (astromodifiziert): Bedingt geeignet, nur als Staubschutz
DSLR-Astrofotografie (umgebaut mit MC-Klarglas): Sehr gut, bei Nutzung von Optik, die brechende optische Elemente enthält
Webcam / Video (Planeten): Sehr gut, bei Nutzung von Optik, die brechende optische Elemente enthält
Webcam / Video (Deep Sky): Sehr gut, bei Nutzung von Optik, die brechende optische Elemente enthält


Technische Daten zum Filter:
Der Filter ist für die Benutzung mit allen Öffnungsverhältnissen geeignet.
Die Transmission liegt typisch bei 97-99 %.
Homofokal mit allen anderen Astronomik Filtern
Dicke des Filters: 1 mm
Nicht feuchtigkeitsempfindlich, nicht alternd, kratzfest
Feinoptisch poliertes Trägermaterial
Der Filter wird in einer haltbaren Verpackung geliefert.


Die Transmissionskurve:



Auf der waagerechten Achse ist die Wellenlänge in Nanometern aufgetragen. 400 nm entspricht einem tiefen Blau, bei 520 nm sieht das menschliche Auge grün, bei 600 nm rot. Bei 656 nm liegt die bekannte "H-Alpha"-Emissionslinie des Wasserstoffes
Auf der senkrechten Achse ist die Transmission in % aufgetragen.
Die rote Linie zeigt die Transmission des Filters.
Visuelle Filter: Die graue Kurve im Hintergrund zeigt die relative Empfindlichkeit des nachtadaptierten menschlichen Auges. Das Empfindlichkeitsmaximum liegt bei 510 nm und fällt symmetrisch zum kurz- und langwelligen Bereich ab. Man kann erkennen, dass das nachtadaptierte menschliche Auge keine Strahlung in der H-alpha-Linie bei 656 nm wahrnehmen kann, die Empfindlichkeit ist 0 %!
Photographische Filter: Die graue Kurve im Hintergrund zeigt die relative Empfindlichkeitskurve eines typischen Astrokamerasensors.
In orange sind die wichtigsten Emissionslinien dargestellt, die zur künstlichen Himmelsaufhellung beitragen. Es handelt sich um die Linien von Quecksilber (Hg) und Natrium (Na), die in den meisten Straßenlaternen und Leuchtreklamen verwendet werden.
In grün sind die wichtigsten Emissionslinien von Gasnebeln dargestellt. Es handelt sind um die Linien von Wasserstoff (H-alpha und H-beta) sowie um die Linien von doppelt ionisiertem Sauerstoff ([O III]) und einfach ionisiertem Schwefel ([S II]). Die eckigen Klammern zeigen an, dass es sich um verbotene Linien handelt.

Transmission:etwa 97-99 %
Kante:extrem steil bei ca. 685 nm
Träger:Feinoptisch poliertes Trägermaterial
Dicke des Filters:1 mm
Homofokal:mit allen anderen Astronomik Filtern
Vergütung:nicht feuchtigkeitsempfindlich, nicht alternd, kratzfest
Fassung:Aluminium
Dicke der Filterfassung:7,5 mm (ohne Außengewinde)
1 Filter im robusten Transportbehälter



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