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Baader 1,25" U-Filter ZWL 350 nm - Venusfilter



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Beschreibung:
Baader Venus Filter UV Filter 1,25" - für die Venus Fotografie

Die Wolkenstrukturen der Venus sind für die Beobachtung mit amateurastronomischen Geräten kaum zugänglich. Landläufig herrscht die Meinung vor, dass diese Strukturen erst mit relativ großen Öffnungen und mit Spezialteleskopen sichtbar werden.

Das Hauptproblem ist aber die Filterung. Durch Kombinationen diverser Farbfilter oder auch Interferenzfilter können zwar Kontrastverbesserungen erzielt werden aber unweigerlich gehen die zarten Wolkenstrukturen unter, weil auch in anderen Bereichen des Lichtes (über 400 nm) Licht durchkommt.

Venus Sichel durch UV Filter
Venus Wolkenstrukturen durch Baader UV Fitler

Der Baader-Venusfilter lässt nur das Licht durch, in dem die Wolkenstrukturen sichtbar sind, das UV Licht.

Das macht die Fotografie der Venus im UV Licht möglich, Strukturen werden bereits in kleineren Geräten sichtbar. Jeder weitere Lichtdurchlass wird gestoppt. Damit werden die Strukturen der Venusatmosphäre erst sichtbar.

Diese Aufnahme stammt von H. Rietze (Baader Planetarium) nur 2 Tage vor dem Venus Transit. Schön sind die Überlappungen durch die Venus Atmosphäre zu sehen.

Von H. Paech ist eine ausgezeichnete Aufnahme zu sehen, ebenfalls durch den UV Filter. Gut sind die Wolkenstrukturen unseres Nachbarplaneten zu sehen.


Die Spektralkurve:

Gut ist zu sehen, daß der Filter nur zwischen 300nm und 400nm aufmacht. In diesem Bereich ist das menschliche Auge praktisch nicht empfindlich, sehr wohl aber CCD Chips. Deshalb ist dies ein fotografischer Filter.


Baader UV Filter Filterkurve
Der Filter ist auch hochwertig verarbeitet, das Trägermaterial ist das Schott Glas UG-11 (2 mm dick). Auf dem Glas ist eine 20 lagige dielektrische Vergütung.

Ausführliche Beschreibung des Herstellers:

Baader U-Filter 2" Tpeak ∼ 85% bei ZWL 350nm, Bandbreite 70nm, völlige Blockung des gesamten Spektralbereiches von 200nm bis 1120nm, 40-lagige dielektrische Vergütung auf Schottglas UG-11.

Diese Filter finden auch in der Naturbeobachtung und in der technischen Fotografie große Beachtung. Sie werden beispielsweise dazu eingesetzt, um den Gesundheitszustand von Pflanzen zu bestimmen. KFZ-Sachverständige prüfen damit, ob ein Fahrzeug nachlackiert wurde – die reparierten Flächen sind sehr dutlich durch einen anderen Reflexionsgrad zu erkennen. Viele andere Anwendungsmöglichkeiten sind noch in Erprobung.

Der Planet Venus ist von einer geschlossenen Wolkenhülle umgeben, welche sich mit hoher Geschwindigkeit um den Planeten bewegt. Dabei bilden sich verschiedene Wolkenbänder, welche einen stetigen Wechsel an Details zeigen – ähnlich wie bei der Wolkenhülle von Jupiter. Leider sind im Gegensatz zu Jupiter diese Wolken im sichtbaren Licht nicht zu erkennen, auf diese Weise herrscht der bekannte Anblick einer völlig strukturlosen Fläche vor.

Beobachtet man dagegen mittels einer CCD-Kamera in - dem Auge - unzugänglichen Wellenlängen, so erschließen sich mannigfache Details. Insbesondere das nahe UV zwischen 320nm und 390nm eignet sich hervorragend dafür. Schon seit frühen Tagen der Amateur-Astronomie wurde versucht in diesem Licht zu arbeiten. Die Schwierigkeit lag in der Beschaffung eines passenden Filters. Gerade in diesem kurzwelligen Bereich arbeiten Farbgläser nur sehr ungenügend – ein scharfer Kurzpass-Effekt mit hoher Transmission ist praktisch nicht herstellbar.

Das gilt überraschender Weise auch für Interferenzfilter. Zwar lässt sich damit ein theoretisch idealer UV-Bandpass herstellen, jedoch ergibt sich unvermeidlich mindestens ein zweites Durchlassfenster im sichtbaren Bereich. Dies ist fatal, da dieser unerwünschte Bereich mit Farbgläsern nicht geblockt werden kann. In einem solchen Fall bräuchte man ja wieder ein ideales Kurzpassfilter, welches nicht in ausreichender Güte herstellbar ist.

Amateure haben nun mit eher bescheidenem Erfolg versucht, durch Filterstacking einen UV-Durchlass ohne zweiten Durchlassbereich zu erzeugen. Dies bedeutete aber immer stark reduzierten Kontrast und bescheidene Transmission.

Wer glaubt, bei der hellen Venus auf Licht verzichten zu können und mit geringer Filtertransmission auskommen zu können, der wird bald eines besseren belehrt.

In der Tat ist die Venus durchaus ausreichend hell, nur sind die Filme und CCDs kaum UV-empfindlich – zudem hat das Glas vieler Fernrohroptiken im UV eine wesentlich geringere Transmission. Die an sich gute Idee, einen hervorragenden UV-Interferenzfilter mit zweitem Fenster im sichtbaren Licht zu benützen, und bei den entstehenden Bildern der verwendeten Farb-CCD-Kamera nur den Blaukanal auszuwerten funktioniert natürlich ebensowenig. Die Filter über dem Halbleiter unterliegen natürlich den gleichen Problemen wie oben erläutert – auch der Blaukanal bekommt Licht von anderen Kanälen hinzu. Da der Halbleiter wenig UVempfindlich ist, genügt der geringe Leckanteil des visuellen Lichts für eine deutliche Überlagerung, welche zudem noch zum UV-Bild verschoben ist. Dieses Doppelbild zeigt zwar beeindruckend deutlich den Effekt der Refraktion, lässt aber damit jedes UV-Detail unzugänglich werden.

Mit modernster dieelektrischer Beschichtungstechnik ist es jetzt erstmals gelungen, eine ideale UV-Charakteristik mit höchster Transmission zu erzielen – und trotzdem jedes weitere Transmissionsfenster zu blocken. Dadurch wird es dem Amateur erstmals möglich, die veränderlichen Wolken der Venus fotografisch zu beobachten und sich von der nichtssagenden weissen Sichel zu verabschieden.

Alle Filter sind feinoptisch poliert (Image Quality)! Dadurch sind hohe Vergrößerungen bei der Okularprojektion möglich, ohne die Schärfeleistung der Optik zu mindern.


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