Teleskope vom Fachhandel für Einsteiger und Fortgeschrittene

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Was ist ein Teleskop?

Bei einem Teleskop, üblicherweise auch Fernrohr genannt, handelt es sich um ein optisches Hilfsinstrument, welches grundsätzlich der Beobachtung von weit entfernten Himmelsobjekten dient. Das Thema Astronomie ist für den Menschen seit jeher von Relevanz; das Interesse an den Gestirnen und deren Bewegungen am Himmel. Für lange Zeit zählte man unsere Erde, die Sonne, den Mond und einige mit dem nackten Auge erkennbare Punkte zu den einzig existierenden Himmelskörpern. Unser menschliches Auge verfügt über ein relativ geringes Licht-Sammelvermögen, und so erschloss sich dem Menschen erst durch die Erfindung des Teleskops kontinuierlich die unendliche Weite des Universums. Dank des Fernrohrs wissen wir heute von der Oberflächenbeschaffenheit der Planeten des Sonnensystems, und können so auf ihre Eigenschaften schließen. Aber auch die Anzahl derer Monde konnte erst durch das scharfe, detaillierte Bild, das ein gutes Teleskop liefert, bestimmt werden.

Die moderne Astronomie weiß, dass unsere Sonne nur ein relativ durchschnittlicher Stern unter hunderten Milliarden in unserer Galaxis, der Milchstraße, ist. Die Astronomie lehrt uns außerdem, dass es eine geradezu gewaltige Menge an weiteren Galaxien in unserem Universum gibt, jede von ihnen bestehend aus einer Unzahl an Sternen und deren planetaren Begleitern (Exoplaneten) wie unserer Erde. Doch damit nicht genug: Der Blick durch das Fernrohr gewährt uns zusätzlich den Einblick in die Farbenpracht der unterschiedlichen Gasnebel innerhalb unserer eigenen Galaxie.
Im Laufe der letzten Jahrhunderte wurden von Astronomen und Optikern eine große Vielfalt an Teleskoptypen ersonnen, von welchen sich einige auch im Amateurbereich bewährt haben.

Welche Teleskop-Typen gibt es in der Astronomie?

Linsen-Teleskop / Refraktor: Das erste Teleskop überhaupt war ein Linsen-Teleskop und wurde im Jahr 1608 vom niederländischen Brillenmacher Hans Lipperhey entwickelt. Der optische Aufbau war relativ simpel: Das Fernrohr bestand aus einer konvexen Sammellinse und einem kurzbrennweitigen Okular. Es wurde in Folge von dem bekannten Physiker Galileo Galilei weiterentwickelt, weshalb es heute unter dem Namen Galilei-Fernrohr bzw. holländisches Fernrohr bekannt ist.

Moderne Linsen-Teleskope bzw. Refraktoren können in drei Gruppen unterteilt werden:

Achromatische Refraktoren: Der achromatische Refraktor besteht aus zwei Linsen (auch als Duplet-Objektiv bezeichnet), zwischen welchen sich typischerweise ein Luftspalt befindet (Fraunhofer-Bauart). Mit einem solchen Fraunhofer-Achromaten lassen sich bereits bei moderater Öffnung (siehe "Auf was muss ich achten wenn ich mir ein Teleskop kaufen will?") die meisten Himmelsobjekte beobachten, sogar schwache Deep-Sky Objekte. Ein Achromat ist günstig, leicht und stets einsatzbereit - das perfekte Teleskop für den Einsteiger in die Astronomie. Diese Bauweise ist auch beim Fernglas üblich. Bei achromatischen Refraktoren wird bei hohen Vergrößerungen ein Farbsaum rund um Konturen sichtbar, welche den fortgeschrittenen Astronomen bei der Mond- bzw. Planeten-Beobachtung stören können. Man nennt diesen Effekt chromatische Aberration, und resultiert aus der sogenannten Dispersion der verwendeten Glassorten. Spezielle ED-Refraktoren verfügen deshalb über besondere Linsen aus "extra-low-dispersion"-Glas, welche den Farbfehler des Fernrohrs stark reduzieren.

Apochromatische Refraktoren (kurz: APO): Für fotografische Zwecke muss die chromatische Aberration auf ein absolutes Minimum reduziert werden. Apochromatische Refraktoren sind deshalb mit einem dritten, besonderen Linsenelement aus Flouridglas (typischerweise FPL-53) ausgestattet. Diese Fernrohre werden von ambitionierten Astronomen und Astrofotografen für ihre kompromisslose und exzellente Abbildungsqualität geschätzt, sind aber deutlich kostspieliger als Achromaten.

Feldkorrigierte apochromatische Refraktoren: Die Königsklasse unter den Linsen-Fernrohren: Um mit einem Refraktor ein korrigiertes, ebenes Bildfeld zu erreichen, ist normalerweise ein optionaler Korrektor erforderlich, der adaptiert an die Kamera mit dem Teleskop verbunden wird. In sogenannten Quadruplet-APOs ist das Korrekturelement bereits fix und in optimalem Abstand zur restlichen Optik verbaut, was nicht nur zu einer grandiosen Bildqualität führt, sondern einen besonders größzügigen Ausleuchtungsradius des Fernrohrs ermöglicht (wichtig bei großen Kamerasensoren und ev. großen Okularen).

Newton-Teleskop / Reflektor / Spiegelteleskop: Das Newton-Teleskop, benannt nach seinem Erfinder Isaac Newton, ist von Grund auf anders als das Linsen-Teleskop. Es besteht aus zwei verschiedenen Spiegeln, einem parabolischen Hauptspiegel (das historische Newton Spiegelteleskop hatte einen sphärischen) und einen plan-geschliffenen, auf der optischen Achse befindlichen Umlenkspiegel (Fangspiegel), welcher das vom Hauptspiegel gesammelte Licht zum Okular bzw. zur Kamera lenkt. Solche Spiegelteleskope haben viele Vorteile: Bereits für wenig Geld hat man ein Fernrohr mit mehrfachem Lichtsammelvermögen eines typischen Linsen-Teleskops, da Spiegel in der Herstellung und technischen Handhabung weniger problemanfällig sind. Durch die offene Bauweise passt sich der Newton außerdem schneller der Umgebungstemperatur an, was vorallem im Winter ein großer Vorteil sein kann, da das Fernrohr dann schneller einsatzfähig ist. Für beobachtende Astronomen ist zudem die Einblickposition bei einem Newton als sehr angenehm zu bewerten.

Zusammenfassung der Vorteile dieses Fernrohr-Typs:

Günstig
Hohes Lichtsammelvermögen
Schnelles Öffnungsverhältnis
Rasche Akklimatisierung
Angenehme Einblickposition

In zwei wesentlichen Punkten ist das klassische Newton-Spiegelteleskop dem Linsen-Fernrohr unterlegen. So muss der Reflektor (Spiegelteleskop) um optimale Ergebnisse zu erzielen regelmäßig nachjustiert werden, was (neben einer Begeisterung für die Astronomie) nicht nur das entsprechende "Know-How" erfordert, sondern auch das passende Zubehör. Zum zweiten sind Newton-Teleskope aufgrund ihrer voluminösen Bauweise relativ wuchtig und weniger transportabel. Die bereits erwähnte offene Bauweise hat auch den Nachteil, dass die Optik bei nicht sorgfältiger Lagerung schnell verstauben bzw. verdrecken kann. Für fotografische Zwecke muss ebenso wie beim achromatischen bzw. apochromatischen Fernrohr die Anschaffung eines Korrektors (Koma-Korrektor) berücksichtigt werden.

Wer jedoch die Mühe nicht scheut sich bezüglich der Optikjustage eines solchen Spiegelteleskops zu informieren, erhält mit dem Newton ein wirklich sehr preiswertes, leistungsstarkes Teleskop das bereits viele astronomische Möglichkeiten erschließt.

Schmidt-Cassegrain-Teleskop: Beim Schmidt-Cassegrain-Teleskop handelt es sich um ein spezielles Spiegelteleskop mit einem sphärischen Hauptspiegel und einem streuenden Sekundärspiegel, welcher das Licht durch ein im Hauptspiegel befindliches zentrales Loch zum Okular bzw. zur Kamera zurückreflektiert. Durch diesen relativ langen optischen Lichtweg innerhalb des Tubus wird eine sehr hohe Brennweite bei extrem kompakter Bauweise realisiert. Zusätzlich ist das Schmidt-Cassegrain mit einer sogenannten Schmidt-Korrektor-Platte ausgestattet, welche sich direkt an der vorderen Teleskop-Öffnung befindet und das Bild ähnlich wie ein Koma-Korrektor von Bildverzerrungen befreit. Dieser Teleskop-Typ ist aufgrund der hohen Vergrößerung und geringen Obstruktion prädestiniert für die hochaufgelöste, scharfe Beobachtung von Mond und Planeten, eignet sich bei Modellen mit größerer Öffnung aber auch für die Beobachtung/Fotografie von Galaxien und planetarischen Nebeln.

Maksutov-Cassegrain-Teleskop: Bei diesem Fernrohr-Typ handelt es sich ebenfalls um ein Spiegelteleskop. Das Maksutov-Teleskop ähnelt dem Schmidt-Cassegrain sehr stark. Anders als beim Schmidt-Cassegrain verfügt das Maksutov-Cassegrain im Gegensatz zur Schmidt-Platte über eine korrigierende Meniskus-Linse. Die Blendenzahl ist üblicherweise langsamer als beim Schmidt-Cassegrain und dient neben der Astronomie auch der Naturbeobachtung bzw. Ornithologie.

Ritchey-Chretien-Teleskop: Beim Ritchey-Chretien-Teleskop (auch "RC-Teleskop" bzw. "RC") handelt es sich um ein Spiegelteleskop und eine Weiterentwicklung des Cassegrain-Systems. Anstelle von zwei sphärischen Spiegeln sind in einem RC zwei hyperbolische Spiegel verbaut; die Tubusgröße ist aber ähnlich kompakt. Dieser Teleskop-Typ ist besonders für Astrofotografen spannend, weil der optische Aufbau eine kleinere Blendenzahl ermöglicht, und somit die "Lichtempfindlichkeit" erhöht ist. Außerdem ist das korrigierte Gesichtsfeld deutlich größer als beim Schmidt-Cassegrain bzw. Cassegrain, und eignet sich deshalb insbesondere für große Kamera-Sensoren bzw. große Okulare. Der wohl größte Vorteil des RC-Fernrohrs ist die korrigierte Abbildung ohne Linsenelemente. Es entsteht keine chromatische Aberration.

Auf was muss ich achten, wenn ich mir ein Teleskop kaufen will?

Beim Einstieg in die Astronomie sollte man sich zunächst Gedanken darüber machen, welche Objekte man mit dem zukünftigen Fernrohr beobachten möchte. Ist man sich dessen nicht sicher macht die Anschaffung einer guten Allround-Optik Sinn, welche diesbezüglich alle Möglichkeiten offen hält und nicht allzu kostspielig ist. Ein kleines Newton-Spiegelteleskop bzw. ein kleiner Achromat-Refraktor wäre in dem Fall die beste Wahl. Newton-Teleskope sind speziell für beobachtende Astronomen aber auch für Einsteiger in der sogenannten "Dobson"-Bauform verfügbar, welche eine verbesserte Handhabung, Einsatzbereitschaft und Justagestabilität des Fernrohrs ermöglicht. Ist von vornherein klar, dass man sich auf die Planeten- und Mondbeobachtung fokussieren möchte, sollte man über den Kauf einer Schmidt-Cassegrain bzw. Maksutov-Optik nachdenken, weil diese Fernrohre die höchst-mögliche Vergrößerung und Kontrast für diesen Einsatz bieten. Auch ein mittelgroßes Dobson-Newton-Teleskop wäre dann eine vernünftige Wahl. Dobson-Teleskope sind auch für den Einstieg in die Deep-Sky Beobachtung goldrichtig, sofern ihr Öffnungsverhältnis schneller oder gleich f/6 ist. Auch das richtige Okular bzw. etwaiges Zubehör spielt für eine erfolgreiche Astronomie-Einheit eine Rolle (siehe Zubehör-Kategorie).

Teleskop-Typen und ihr bevorzugt geeignetes Einsatzgebiet im Überblick:

Achromat: Weitfeld-Planeten-/Mond-Beobachtung und Weitfeld-DeepSky Beobachtung; ev. Schmalbandfotografie
ED-Achromat: Planeten-/Mond-Beobachtung & Fotografie; Weitfeld-Deepsky Fotografie und DeepSky-Beobachtung; Sonnenbeobachtung (mit Filter)
Apochromat: Deep-Sky Fotografie; ev. Planetenfotografie; Sonnenbeobachtung (mit Filter); Schmalbandfotografie - (bei tendenziell niedriger Vergrößerung
Quadruplet-Apo: Deep-Sky-Fotografie; Schmalbandfotografie
Newton-Teleskop: Planeten-/Mond-Beobachtung & -Fotografie; Deepsky Fotografie und DeepSky-Beobachtung; Sonnenbeobachtung (mit Filter); Schmalbandfotografie
Dobson-Newton-Teleskop: Planeten-/Mond-Beobachtung; DeepSky-Beobachtung; Sonnenbeobachtung (mit Filter)
Schmidt- / Maksutov-Cassegrain: Planeten-/Mond-Beobachtung & Fotografie; hoch-vergrößerte Deep-Sky Beobachtung
Ritchey-Cretain-Teleskop: Deepsky Fotografie bei hoher Vergrößerung

Welche Brennweite sollte ein Einsteiger-Teleskop haben?

Beim Einstieg in das Hobby der Astronomie ist man gut damit beraten, sich ein Fernrohr mit einer moderaten Brennweite im Bereich 500-750mm anzuschaffen. Mit dieser Brennweite vergrößert das Teleskop nicht zu stark für die Übersichts- bzw. Weitfeld-Beobachtung, und kann trotzdem schon viele Details an Planeten und Mond erkennen.

Bei Bedarf kann man die Brennweite mit einer sogenannten "Barlow-Linse" um einen bestimmten Faktor erhöhen.

Mit welchem Teleskop kann man die Planeten sehen / Welches Teleskop eignet sich am besten für die Beobachtung von Planeten?

Möchte man sich auf die Planeten- bzw. Mond-Beobachtung spezialisieren, ist ein Schmidt-Cassegrain sehr zu empfehlen, insbesondere die C-Serie des Herstellers Celestron, welche wir in unserem Online-Shop führen. Schmidt-Cassegrain sind aufgrund ihrer hohen Brennweite, kompakten Bauform und geringen Obstruktion perfekte Teleskope für diesen Einsatz. Eine Alternative wäre ein großes Dobson-Teleskop mit kleinem Fangspiegel, das jedoch vergleichsweise wuchtig und unhandlich ist, jedoch die Vorteile eines schnellen Öffnungsverhältnis mit sich bringt.

Mit welchem Teleskop kann man Galaxien und Nebel sehen?

Deep-Sky Objekte wie Galaxien und Nebel sind im Vergleich zu Planeten extrem lichtschwach, um sie also dem menschlichen Auge erkenntlich zu machen bedarf es in erster Linie einer großen Öffnung und eines schnellen Öffnungsverhältnisses. Diese beiden Faktoren führen zu einem hohen Lichtsammelvermögen und in letzter Konsequenz zu einer deutlicheren Abbildung der jeweiligen Deep-Sky Objekte. Sofern man über genügend Stauraum verfügt bzw. das Fernrohr im Kofferraum des Autos transportieren kann, sind Dobson-Teleskope für dieses Einsatzgebiet mit Abstand die beste und preiseffizienteste Wahl. Für bereits sehr wenig Geld bekommt man Geräte mit Öffnung über 10", was die Beobachtung schwächster Galaxien und planetarischer Nebel ermöglicht. Alternativ kann man auch zu einem großen Achromaten bzw. ED-Achromaten greifen, dieser sollte aber über ein möglichst schnelles Öffnungsverhältnis verfügen.

Welches Teleskop eignet sich optimal für Deep-Sky Fotografie?

Grundsätzlich kann man drei Teleskop-Typen für die Deep-Sky-Astrofotografie in unterschiedlichen Brennweitenbereichen empfehlen:

300mm-800mm - Apochromatischer Refraktor / Quadruplet-Apo auf äquatorialer Montierung und Stativ
600mm-1300mm - Newton-Teleskop auf äquatorialer Montierung und Stativ
>1600mm - RC-Teleskop auf äquatorialer Montierung und Stativ

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