BKR1206AZ4


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Skywatcher Startravel-120 auf AZ4 / Großfeldrefraktor 120/600mm



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Beschreibung
TS Bestpreisgarantie!!! - Woanders billiger gesehen? ... Gerne erstellen wir Ihnen ein Angebot - info@teleskop-service.de
Skywatcher Startravel-120 Black Diamond Line Großfeldrefraktor 120/600mm
... auf azimutaler Montierung AZ4 mit Stativ - ermöglicht Schwenks bis in den Zenit

... ein transportables Großfeldgerät für für die genussvolle Natur- und Sternenbeobachtung

Skywatcher Startravel-120 auf AZ4

Der kompakte und lichtstarke Großfeldrefraktor BKR1206 hat ein leistungsstarkes und multivergütetes Objektiv mit 120 mm Durchmesser eingebaut. Das Teleskop sammelt bereits um 44% mehr Licht als ein vergleichbares Objektiv mit 100 mm Öffnung. Durch die hohe Lichtstärke werden eindrucksvolle Ausblicke auf lichtschwache astronomische Objekte, wie Gasnebel oder Galaxien, ermöglicht. Die Kontrastleistung ist dabei sehr hoch. Dabei ist das Teleskop mit einer Baulänge von nur ca. 50 cm und einem Gewicht von 3,9 kg (der optische Tubus) noch sehr transportabel.

Die Vorteile des BKR1206:

-- gutes achromatisches Objektiv mit 120 mm Öffnung und 600 mm Brennweite bei hoher Lichtstärke
-- ideal für Großfeldbeobachtungen und Fotografie geeignet
-- moderater Farbfehler, der durch geeignete Filter reduziert werden kann
-- hohe fotografische Lichtstärke - daher ein helles Bild bei kurzen Belichtungszeiten
-- kompakte und leicht - nur ca. 50 cm lang bei 3,9 kg Eigengewicht
-- stabiler 2" Okularauszug aus Metall mit 1,25" und T2 Direktadaption
-- Kamerabefestigung für Parallelfotografie an der vorderen Rorhschelle


Die azimutale Schwenkmontierung AZ4

Azimutale Schwenkmontierung AZ4
Die azimutale Schwenkmontierung AZ4 von Skywatcher ist für Erdbeobachtung und für Astronomie gleichermaßen sehr gut geeignet. Die stabile Montierung hält Instrumente bis ca. 8 kg. Die Befestigung erfolgt dabei bequem über die Schnellkupplung.

Der besondere Vorteil der Montierung liegt in den feinfühligen Schwenks, die man mit der Montierung durchführen kann. Eine genaue Lagerung der Achsen verbunden mit der freien Einstellung des Widerstandes macht das möglich. Sie können dabei problemlos vom Horizont bis zum Zenit schwenken und werden keine Probleme mit dem Stativ haben. Der Hebel kann dabei an zwei Positionen befestigt werden, je nach Beobachtungsbereich (Erdbeobachtung oder Himmelsbeobachtung).


Das solide höhenverstellbare Alu Stativ ist nicht unnötig schwer und bietet trotzdem optimale Stabilität. Sie können das Beobachtungshöhe von ca. 100 cm auf bis zu 160 cm Höhe verstellen.

Lieferumfang:

-- Tubus mit Optik und Rohrschellen
-- Sucher: Starpointer Leuchtpunktsucher
-- Okulare: Super 10 mm und Super 2 5mm
-- 45° Amici-Prisma für ein aufrechtes und seitenrichtiges Bild
-- Montierung: AZ4 mit Feldstativ und manueller Feinverstellung

Technische Daten

Objektiv Öffnung 120 mm / Brennweite 600 mm / Öffnungsverhältnis f/5
Objektivtyp achromatisches Objektiv nach Fraunhofer - multivergütet
Maximalvergrößerung 240fach - ein leichter Gelbfilter wird empfohlen, um den Farbfehler zu reduzieren
Grenzgröße 13,1mag
Auflösung 0,96"
Okularauszug 2" Okularauszug aus Metall mit Reduzierung auf 1,25" und T2 Fotodirekt Anschluss
Gewicht opt. Tubus 3,9 kg
Länge opt. Tubus 660 mm

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Erfahrungsbericht zum 120/600mm Großfeld Refraktor
.. Dr. Scholten ... 4. Mai 2014

Als Ergänzung zu meinem uralten 8" Schmidt-Cassegrain aus den 70er Jahren (Dynamax-8) benötigte ich noch ein
Rich-Field-Teleskop, da mit einem SCT und nur 1,25-Zoll-Ausstattung nur mittlere bis hohe Vergrößerungen möglich sind. Ausserdem sollte es als Reiseteleskop geeignet sein und daher nicht zu groß bzw. schwer ausfallen. Die Wahl fiel auf den Skywatcher Startravel 120/600, der nur 3.9 kg wiegt und gerade recht preisgünstig angeboten wurde.

Eine gleich hohe Flächenhelligkeit hätte ich nur mit f4-Newton mit 150 mm Spiegel erreichen können, was jedoch deutlich teuerer und größer ist. Ausserdem sollte ein f5-Fraunhofer etwas weniger okularkritisch sein. In Verbindung mit meinem LVW-22 und evtl. einem noch zu beschaffenden 32mm Plössel würde das Teleskop optimale Weitfeldbeobachtungen ermöglichen. Mein vorhandenes 40 mm Plössl verschenkt hier etwas Öffnung.

Ich bestellte bei TS und wollte online bezahlen, was aber irgendwie schief lief. TS lieferte das Teleskop dennoch schon mal vorab "ohne Bezahlung" und mit beiliegender Rechnung. Das nenne ich mal einen Teleskop-SERVICE! Das Teleskop erreichte mich gut verpackt in einer doppelten Pappschachtel. Es macht einen guten Eindruck, die Metallic-Lackierung wirkt edel.

Der Okularauszug:
Über den Okularauszug ist schon viel geschrieben worden, die meisten Leute tauschen ihn aus. Wenn man aber die kleinen Innensechskantschrauben auf der Oberseite optimal justiert und auch die Klemmschraube leicht anzieht ist sehr wohl ein Betrieb ohne Verkippung möglich. Das klebrige Fett hat mich aber gestört, so entfernte ich die Schrauben des Zahnstangenantriebes und zog den Okularauszug heraus. Das Fett wurde durch ein weniger klebriges Synthetikfett ersetzt. Ich hatte gelesen, dass das Auszugsrohr etwas vignettiert. Ich schaute von vorn durch das Teleskop und bemerkte, dass tatsächlich eine minimale Vignettierung vorhanden war. So sägte ich kurzerhand ca. 15 mm vom Auszugsrohr ab. Das war jedoch ein Fehler! Das Ende des Rohres wird als Führung benötigt. Jetzt hakelt es, wenn man den letzten Zentimeter ausfährt und wieder einfahren will. Mein Rat an alle Leute: nicht absägen!

Erster Blick während des Tages:
Noch schnell eine provisorische azimutale Montierung aus Alu-Rohr und stabilem Sonnenschirmständer gebaut und los gings mit der optischen Begutachtung. Zunächst natürlich die Beobachtung am Tage auf "Nachbars Terasse". Optimal sind hier die weissen PVC-Fensterrahmen in rost-rotem Gemäuer. Ich wohne am Feldrand und Nachbars Terasse liegt 1 km entfernt. Bei 27-facher Vergrößerung sind bei nicht optimalem Einblick schon Farbränder zu sehen. Bei allen Vergößerungen darüber ist natürlich mehr davon zu sehen. Bei 90-facher Vergößerung sind die Fensterrahmen doch sehr gelb und ein riesiger Blau-Halo strahlt in die Fläche der schwarzen Scheiben. Trotzdem sind alle Details sehr gut sichtbar! Somit scheint sich zu bestätigen, dass Richfielder optimal nur bis ca. 50-fach einsetzbar sind. Dazu später mehr.

Optiktest im Keller:
Nun testete ich die Optik im Keller. Dazu verwende ich eine kleine Kugellager-Kugel aus einem Modell-Auto-Kugellager und beleuchte sie mit einer hellen Glühlampe (hat ja von Natur aus wenig Blauanteil) aus 1 m Entferung. Die Kugel beobachte ich mit 6,5 mm-Okular und 2-fach Barlow aus ca. 7 m Entferung (185-fach). Was soll ich sagen? Perfekte helle Airy-Disk sichtbar und ein feiner Beugungsring drumherum, also eine sehr gute Optik! Meine Begeisterung stieg. So klar hatte ich die Kugel doch im SCT nicht gesehen, oder? Ausserhalb des Fokus runde Scheiben, von Astigmatismus keine Spur. Somit ist klar: die Optik erreicht das theoretische Limit eines f5-Fraunhofers nahezu. Bauen die das also so in Serie ? Scheint wohl so.

Erste Nachtbeobachtung:
Als es Nacht wurde, regnete es nicht. Nein, es klarte auf! Der junge Mond erschien am West-Himmel. Im 22-er Vixen LWV ist ein leichter Farbrand sichtbar, ansonsten ein sehr ästhetischer Anblick. Das kann was werden. Etwas oberhalb Jupiter. Hmm, f5-FH und Planeten, das geht doch nicht. Oder? Also schnell wieder 6,5 mm Plössl und 2-fach-Barlow rein und Jupiter im Okular zentriert (gar nicht so einfach mit meinem selbstgebauten Wackel-Dackel). Hmm, gelber Jupiter auf blauem Halo, Ästhetik ist anders. Aber was ist das? GRF sofort sichtbar, genau im Zentralmeridian, und Strukturen in den Bändern! Schnell mein zugegebenermaßen unausgekühltes SCT auf die Säule gehoben und verglichen. Sicher, kein Blau-Halo, aber mehr Kontrast habe ich da nicht, eher weniger! OK, der SCT hat auch schon mal wesentlich bessere Bilder vom Jupiter geliefert, aber bei nicht optimalen Bedingungen verwischt das Bild leichter und der Kontrast geht baden.

Refraktor auf Alula Australis geschwenkt, 1.7" Distanz. Sofort und stetig getrennt mit schwarzem Zwischenraum. Das Bild ruhig. Im SCT auch getrennt, aber viel mehr Streulicht sichtbar, nicht so schön. Versägt der "Kleine" nun komplett den SCT ? LVW-Okular ins SCT, 100-fache Vergößerung und auf Castor geschwenkt. Castor getrennt, Himmel hell, Sterne drumherum sehr schön und deutlich hell. Im Refraktor ist Castor bei 100-fach ebenfalls schön doppelt, jedoch mit Blausaum und die Sterne drumherum sind deutlich dunkler, auch der Himmel deutlich dunkler. Also hier sticht die Öffnung und die Farbreinheit klar. Zuletzt das LVW in den Refraktor und bei 27-fach die Sterne beobachtet. Wow, dafür wurde das Teleskop ja angeschafft. Himmel hell und Sterne leuchten nadelfein. So soll es sein. Zufrieden baue ich ab. Der "Kleine" ist ganz schön groß. Wie man überhaupt die Linsen so genau für den Preis schleifen, in einen Tubus bauen und über einen Händler in einem anderen Kontinent vertreiben kann, bleibt mir ein Rätsel. Der 120/600 ist jedenfalls ein super (Zweit-)Instrument. Eventuell loht sich auch der Fringe-Killer, mal sehen wie es weitergeht. Das Skope an sich ist jedenfalls sensationell für den Preis!

Mit bestem Dank und Gruß an das TS-Team

Johannes Scholten

 

Erfahrungsbericht eines zufriedenen Sternfreundes zum 120/600mm Großfeld Refraktor - vom 23.5.2010

der bestellte Skywatcher Startravel 120/600 (Tubus mit Optik) ist bei mir angekommen. Ich konnte ihn an zwei Abenden ausgiebig testen. Dabei wurde ich von der optischen Qualität des Instruments sehr positiv überrascht (und das will etwas heißen, denn ich habe schon durch vier- und fünfzöllige Apochromate fast aller "Nobelmarken" geschaut und bin bezüglich der optischen Qualität äußerst anspruchsvoll).

Natürlich ist der physikalisch bedingte Farbfehler (das sekundäre Spektrum) bei diesem kurzbrennweitigen Achromaten recht ausgeprägt. Die sphärische Korrektur des Objektivs ist aber ganz ausgezeichnet, was angesichts des großen Öffnungsverhältnisses von 1:5 eine beachtliche Leistung darstellt. Es ist einfach unglaublich, welche Einzelheiten ich mit diesem Kometensucher bei 200-facher (!) Vergrößerung auf dem Mond erkennen konnte. Der Farbfehler - obwohl unübersehbar - hat dabei kaum gestört; meinen "Fringe Killer" und den "Kontrastbooster" habe ich im Okularkoffer gelassen.

Epsilon Bootis (m = 2,5 und 4,9; d = 2,9") konnte ich mit dem Kometensucher trotz des erheblichen Helligkeitsunterschieds der beiden Komponenten ganz leicht und weit trennen. Da "geht noch viel mehr"! Bei "doppelt aufgehelltem" Himmel (durch die Lichter der Stadt München und durch den Mond) habe ich außerdem M 13 beobachtet. Den besten Anblick bot der Kugelsternhaufen bei 171-facher Vergrößerung (Okular Pentax XW 3,5 mm). Dabei war M 13 bei indirektem Sehen hell, brillant und mit vielen hauchzarten Einzelsternen zu sehen. Ich freue mich schon auf das zweite Halbjahr, wenn die zahlreichen schönen offenen Sternhaufen "Saison haben". Dann wird dieser Großfeldrefraktor seiner eigentlichen Bestimmung zugeführt!

Im Übrigen zeigte der Kometensucher beim Test am hellen Stern bei 150-facher Vergrößerung intra- und extrafokal kreisrunde Beugungsscheibchen, die - bis auf den sich intra- und extrafokal unterschiedlich auswirkenden Farbfehler - praktisch identisch waren. Im Fokus war ein hartes, helles Beugungsscheibchen mit blauviolettem Halo zu sehen. Bei Sternen geringerer Helligkeit war der Farbfehler dagegen nicht wahrnehmbar. Der Ronchitest ergab absolut gerade und parallele "Zaunlatten" - auch bei der genauesten Einstellung (Beschränkung auf drei bis vier "Zaunlatten").

Die mechanische Qualität des Refraktors kann man unter Berücksichtigung des sehr günstigen Preises durchaus als "solide" bezeichnen. Insbesondere hat man den Okularauszug - der früher häufig kritisiert wurde - offensichtlich deutlich verbessert. Er ist für die visuelle Beobachtung im Grundsatz völlig ausreichend. Eine Mikrofokussierung wäre wünschenswert, kann jedoch bei dem äußerst niedrigen Preis des Instruments nicht erwartet werden. Eine entsprechende "Aufrüstung" durch einen Okularauszug mit "Dual Speed" ist aber bekanntlich ohne Schwierigkeiten möglich.

Ein großer Vorteil des Refraktors ist neben der geringen Baulänge auch sein niedriges Gewicht, das einschließlich Rohrschellen und optionaler Prismenschiene nur 3,9 kg beträgt. Daher kann das Teleskop problemlos von einer leichten azimutalen Montierung mit Feinbewegungen in beiden Achsen getragen werden (zum Beispiel von der azimutalen Schwenkmontierung von GSO oder von der Vixen Porta). Mit einer solchen Montierung ist dieser Kometensucher ein ideales "Grab-and-Go-Teleskop".

Fazit: Der Skywatcher Startravel 120/600 ist in mechanischer Hinsicht ordentlich verarbeitet und punktet darüber hinaus durch seine geringe Baulänge und sein niedriges Gewicht. Vor allem aber verfügt er über ein sphärisch ganz ausgezeichnet korrigiertes achromatisches Objektiv, das keinen Vergleich zu scheuen braucht. Zudem ist bei diesem Großfeldrefraktor das Preis-Leistungs-Verhältnis extrem gut.

Sternfreundliche Grüße

Ulrich Steffen


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