Ein kleiner Tipp von einem zufriedenen Kunden:
Die Zeiten sind vorbei, da fernöstliche Ausrüstung minderwertig ist. Diese Montierung stammt aus Taiwan. Sie ist auch unter dem Namen Voyager mount" im Handel. Vor der Benutzung steht die Montage. Es wird keine Anleitung mitgeliefert, aber das Zusammensetzen erschließt sich von selbst. Bei mir blieb ein kleines dreieckiges Blechteil übrig - ich weiß nicht, wo es hingehört.
Die Montierung ist sehr steif: Angefangen vom Stativ mit vernünftigem Querschnitt und einem wirklich stabilen Stativkopf über dei beiden Feinbewegungstrommeln bis hin zur üppig dimensionierten Teleskopaufnahme (mit Sicherungsschraube). Alles sauber eloxiertes Aluminium und ordentlicher heller Lack. Es gibt nichts zu meckern. Diese Montierung trägt ohne Probleme ein nicht zu langes Instrument von 4-5 kg Masse.
Einziger Wermutstropfen: Die Azimutal-Feinbewegung ging bei mir etwas schwer, die Elevation sehr schwer. Dies wurde auch auf a.de bemängelt. Wer das lesen will: Googeln nach "Fragen zur azimuthalen GSO ATZ von TS" (azimuthal falsch mit h). Es lässt sich aber ganz leicht beheben - die Lager sind ein wenig zu fest angezogen.
Lösen der Lager: Die beiden Schneckengetriebe sind mit metallisch aussehenden Plastikplättchen abgedeckt, die nur geklebt sind. Sie lassen sich mit einem Uhrmacherschraubendreher leicht abheben und auch später wieder aufkleben, ohne zusätzlichen Kleber. Es kommt dann die Schnecke zum Vorschein. Sie ist mit einer Art Vaseline geschmiert, und nicht mit dem honigzähen Chinafett. Man muss dies nicht wechseln. Außerdem sieht man die beiden Sicherungsschräubchen für die Lager. Eines davon (dort wo der Drehknopf nicht sitzt) muss man lösen. Dazu benötigt man einen sehr kleinen Imbusschlüssel. Der kleinste meines Imbus-Satzes im Werkzeugkasten war zu groß, aber ein Satz Uhrmacherschraubendreher enthielt etwas Passendes. Diese Sicherungsschrauben sind nicht extrem "angewamst", so dass man wahrscheinlich auch mit einem Uhrmacherschraubendreher zurechtkommt.
Dann löst man das Lager ein wenig. Dazu muss man die geschlitzte Scheibe drehen, aus der die Achse kommt. Das Spezialwerkzeug hatte ich nicht und ich habe es mir auch nicht gebaut (obwohl möglich), sondern habe mit einer Wasserpumpenzange zugegriffen. Auch hier sitzt nichts sehr fest, so dass man keine wesentlichen Blessuren schafft. Man löst das Lager so weit, dass die Montierung butterweich läuft, aber kein Spiel hat. Das ist ganz wenig.
Danach dreht man die Sicherungsschraube wieder auf und klebt das Abdeckplättchen.
Das liest sich länger als es dauert und ist in 5 Minuten erledigt.
Viel Erfolg
Uwe Pilz
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